Eindrücke, Erlebnisse der ersten 10 Tage fernab der Heimat
Hallo meine Lieben,
endlich mal ein paar Zeilen aus dem fernen Argentinien von mir.
Ja, waren schon sehr bewegende Wochen vor dem Abflug, wenn ich an die letzten Tage in Meiningen denke und die vielen, auch sehr herzlichen Verabschiedungen von vielen Bekannten, vor allem aber Freunden und Verwandten. Und je näher der 10.03.08 dann heran kam, desto komischer wurde das Gefühl, sich auf ein solches Abendteuer einzulassen.
Hätte ich den Flug nicht Anfang Januar gebucht gehabt, wer weiß, ob ich heute hier wäre…
Aber das Wissen, alles gut geregelt und geordnet übergeben zu haben, hat mir dann doch den Mut gegeben zu sagen, jetzt geht die Reise erstmal los!
Ja und so war es dann am 10. März so weit, mein Freund Maik brachte mich zum Flughafen nach Frankfurt und dann saß ich dann und wartete auf das große Abenteuer. Zuvor kam noch meine Freundin Heidi aus Frankfurt auf einen Abschiedsdrink ins „Käfer’s“ und dann ging um 17.10 Uhr der Flieger nach Madrid sowie von da aus gegen 22.30 Uhr die Boing 737 nach Buones Aires, wo ich am anderen Morgen nach etwas über 11 Stunden Flugzeit, teilweise mit sehr starken Turbolenzen, auf dem Flughafen wohlbehalten ankam.
Und nun? Weiß nicht, wann ich schon mal so ungeplant in meinem Leben jemals so weit weg von zu Hause da gestanden habe. Doch ich habe es ja selbst so gewollt und los jetzt! Nach ein wenig Feilschen und dem erfolglosen Versuch, ein paar Pesos am Automaten zu ziehen, mussten dann meine ersten 25 US$ herhalten, um die ca. 40 km in die Innenstadt nach B.A. mit einem Taxi zu bewältigen. Andere Länder andere Sitten, kann man da nur sagen, nicht nur vom Verkehr und der Fahrweise her gesehen…Meinem lonely planet vertrauend, brachte mich dieses dann erst mal in ein von diesem empfohlenes Hostel mit Privat-Room, da alle Betten bereits ausgebucht waren. Aber am ersten Tag sollte man sich ja mal was anständiges leisen…sogar mit Klimaanlage und TV!
Auf der Dachterrasse und nach einer wohltuenden Dusche habe ich dann den ersten Kontakt bekommen zu einer jüngeren Holländerin, die am Vortag angekommen war und den schönen Namen Fatima trug. Ja und so war auch schnell die erste Erkundungstour im Gange vom Besuch des Grabmales von „Evita“ bis hin zur abendlichen Tango-Show. Ein richtiges argentinisches Rindersteak und „Quilmes“, ein einheimisches Bier in der 1 l Flasche, durften natürlich ebenfalls nicht fehlen. So kann ein erster Tag wirklich nicht besser zu Ende gehen!
Am 12. haben wir dann zusammen eine geführte Tour mit Santiago, einem jungen Studenten nach Tigre ins Delta gemacht und dort eine herrliche, mehrstündige Kajakfahrt gemacht, wirklich paradiesisch. Und weil wir dabei alle die Zeit ziemlich vergessen hatten, mussten wir ziemlich rennen, um mit unseren Rucksäcken, die wir im Hostel zurück gelassen hatten, noch unsere U-Bahn zum Busbahnhof zu bekommen und dort unseren bereits gebuchten Bus nach Iguazu zu bekommen.
Nach 18 Std. Busfahrt, war bisher unvorstellbar für mich, noch dazu ohne Zwischenhalt, kamen wir am anderen Morgen recht gut ausgeschlafen dort an, denn der Bus war wirklich sehr gut ausgestattet und mit super Service. Im Hostel dann erst mal in den Pool gesprungen, geduscht und dann die atemberaubenden Wasserfälle besichtigt, die Bilder sagen wohl alles! Am Abend schön Essen gegangen und in unserem Doppelzimmer, natürlich jeder auf seiner Bettseite…gut geschlafen, am anderen Morgen gefrühstückt (Toastbrot mit Butter und Marmelade) und dann die Weiterreise nach Cordoba, diesmal 20 Std. Fahrt!
Und trotzdem, überhaupt kein Problem, wenn man erstmal verstanden hat, dass der Weg das Ziel ist! Wie an den Bildern zu sehen ist, alle Tage wolkenloser Sonnenschein und 30° im Schatten, wie halt das Wetter bei uns zu Hause um diese Zeit auch ist (Späßchen). Im Hostel, jedes hier sehr unterschiedlich von seiner Ausstattung und Sauberkeit her, dann kurz ausgeruht und dann die Stadt erkundet, die wirklich sehr schön ist und viel an Kultur zu bieten hat. Einige Museen besucht, Kirchen und Parks natürlich und auch noch ein open air Konzert miterlebt, wirklich ein rund um feiner Tag. Am Abend noch bisschen im Hostel gelabert und dann doch gut geschlafen.
Leider hat Fatima hier einen Landsmann von ihr kennengelernt, sodass sich für den nächsten Tag unsere Wege trennten und der Sonntag dann doch der erste Tag meiner Reise wurde, an dem ich ganz allein unterwegs war. Ganz schön komisch…Aber dann doch einiges unternommen, im Zoo gewesen und für den nächsten Tag eine Busfahrt nach Salta gebucht.
So ging es am Montagabend, dem 17.03. dann weiter und am nächsten Tag Ankunft in Salta, einem schönen Städtchen nahe der Anden. Gutes Hostel gefunden, nette Leute gesprochen, abends auf der Plaza gesessen und der Prozession zugeschaut. Am 19.03. mit einem wirklich „einheimischen Bus“ nach Jujuy weitergefahren und bei der Ankunft dort wirklich gedacht, dass stehst du alleine nicht durch. Wirklich das erste mal, dass ich mir nicht sicher war, ob ich mir das richtig überlegt habe. Und doch, es ging, nachdem ich auch den Gedanken daran überwunden hatte, was wäre, wenn du jetzt irgendwie krank würdest…Mit meinen knapp 23 Kilo auf dem Rücken dann auch ein Hostel gefunden, Haare ab und Stadt erkunden, die wirklich erst mit der Dunkelheit irgendwie interessant und in diesem Moment ertragbar für mich wurde. An diesem Abend gab es dann doch noch ein zweites Bier und noch eine nächtliche Pizza zur Selbstbelohnung, dafür dass ich auch diese Situation allein hinbekommen hatte!
Trotzdem, am nächsten Morgen weg von hier und nach nur 1 Std. warten auf den Bus die Weiterfahrt noch Tilcara. Eine traumhafte Busfahrt in die Anden hinein, Bergdörfer und Weiten, wie im Bilderbuch…Das Städtchen ist wirklich so richtig urig, wie man es sich vorstellt und nachdem in der brütenden Mittagshitze so auf Anhieb kein Hostel zu finden war, der kurzfristige Entschluss, heute wird im Zelt geschlafen! Gesagt, getan. Und da bin ich nun seit gestern, gerade mal 10 Tage weg von zu Hause und irgendwie kommt es mir vor, als wäre ich nicht nur in einem anderen, fremden Land, sondern in einer anderen Welt, sowohl äußerlich als auch in mir drinnen.
Weiß nicht, ob ich es bis hierher geschafft hätte, wenn ich irgendwo in der Nähe von zu Hause gewesen wäre die letzten Tage und daher die Möglichkeit gehabt hätte, schnell mal nach meinen Lieben zu schauen…
Allein die neue Wertschätzung dafür, hat sich damit gelohnt und auch für die vielen Selbstverständlichkeiten, die uns sonst alle so umgeben und wir manchmal gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Und doch, diese Einfachheit dieses Lebens hier lehrt auch, dass es ganz wenige Dinge sind, die man im Leben braucht und dieses lebenswert machen. Allein der Zustand, nicht ständig gefordert zu sein, sich verwirklichen oder behaupten zu müssen oder „was machen zu müssen“ ist schwer zu beschreiben, erst recht für mich, der ich die letzten Jahre gewiss anders gelebt habe. Keine Langeweile zu verspüren, wenn man einfach mal nur für Stunden rum sitzt oder anderen Menschen zuschaut. Ich lerne es gerade wieder.
So meine lieben, die ihr diese Zeilen lest, ihr seht, ich bin wohl auf und denke auch an euch! Aber nun freue ich mich auf noch viele weitere Abenteuer, Erlebnisse, Erfahrungen und Bekanntschaften hier und hoffe, dass wir uns alle gesund und munter wiedersehen. Schreibt mir, was euch bewegt, was ihr wissen wollt, euch gefällt oder nicht gefällt an meinen Berichten und Bildern, die euch hoffentlich auch bald mal erreichen werden!
Alles Liebe und bis bald, Uwe.
Micha
Hi Uwe, wenn ich Deinen Bericht so lese, erinnere ich mich spontan daran zurück, wie ich vor ein paar Jahren in Denpasar nachts um drei angekommen bin und von dunklen und wild aussehenden Kerlen mit blitzenden Augen zur nächsten Unterkunft eskortiert wurde… Da war mir gehörig mulmig zumute, aber es ist ja alles gut gegangen und die Erinnerungen an alles begleiten mich noch heute. Ich wusste allerdings, daß ich in 14 Tagen wieder zurück nach Singapur muss und konnte die Tage nicht so relaxed geniessen, wie Du es jetzt kannst. Geniesse die Zeit in vollen Zügen und ich wünsch” Dir, daß Du diese vielen Kleinigkeiten entdeckst, die die anderen Kulturen so mit sich bringen und diese geniessen kannst!Alles Liebe und viel Spaß!
Flöt-tirol
Grias di!!
lass uns etwas teilhaben Danke schonmakl dafür!..
Hallo Uwe!! mir gehts ganz gut. vor allem immer besser wenn man von den anderren hört es geht dir gu. hab noch kein eigeneswww….
nun abens nachn dienst mal … am terminal für gäste
Schöne Bilder !!! scheinst ja meist gutes wetter zu haben bis auf ausnahmen… ( des eine foto)
mach weiter so tolle erfahrungen und natürlisch fotos!
nun aber muss ich wieder raus…
meld misch wieder bei mehr zeit und www-priv…
leg ich mir auch ne seite zu da kannst du mal fotos von hier oder daheim sehen wenn du wolltest… mal sehen…
oder sonst e mail..=P =)
pass auf dich auf lass dir nix entgehen auch die kleinen dinge nicht!#
wie zwitschern dort die vögel gerüche… etc etc begegnungen , was einem so und noch so flüchtig auffällt… nimm es wahr und genieße es >> besonders das du die zeit dazu hast es zu genießen!
aber was red ich da tuste doch eh..;)
na denne ohren gerade nase nach vorn und einen fuß vor den andern
==alles was gen westen geht kommt im osten wieder an..;) ==
( es sei denn du entdeckst das de erde nich rund is…)
> schlechte chancen dafür ….
frech ge!!? ich weis ja …
lass es dir gut gehen!!
viele grüße
1vorankommender “globetrottel” auf anderren pfaden> nach innen,alm`+selba
ciaoy
te daage ma
fiart di!!
Henry Czauderna
Hallo Uwe,
ich habe gerade Deinen ersten Reisebericht gelesen und ein bisschen durch die Fotos geklickt. Klingt ja alles ganz interessant und die Fotos und das schöne Wetter machen schon ein bisschen neidisch
Bei uns im Thüringer Wald war in der vergangenen Woche Schnee schippen angesagt.
Ich wünsche Dir noch weiterhin viele tolle Erlebnisse und pass auf Dich auf.
Viele Grüße aus dem fernen Thüringen
Henry!
PS: Ich würde an Deiner Stelle die Datumsangabe in den Fotos ausblenden. Der genaue Aufnahmezeitpunkt ist ja in der Fotodatei ohnehin vermerkt, so dass Du später jederzeit nachvollziehen kannst, wann diese Aufnahme gemacht wurde. Und falls Du mal später ein paar Deiner Fotos veröffentlichen möchtest, sieht das ohne Datumseinblendung auch besser aus. Wer weiß, vielleicht erleben wir Dich ja bald als Buchautor für Rucksackreisende
uwe
…wenn mir jemand mal direkt schreiben will, hier meine e-mail:
klein@uwe-ade.de
lg